Vor kurzem haben mehrere Wissenschaftler der Bosten University ein Paper zu einem Transaktionsprotokoll namens TumbleBit veröffentlicht. Das entwickelte Transaktionsprotokoll soll Bitcoin Transaktionen anonymisieren und verkürzen. Dafür stellt das TumbleBit-Protokoll einen Tumbler als Mittelsmann. Dieser sammel viele verschiedene Transaktionen von diversen „Sendern“ und sendet die Bitcoins anschließend an die Empfänger. Durch die Sammlung von Eingängen und der Streuung auf viele Ausgänge sind die Transaktionen nicht zurückzuverfolgen. Auch der Tumbler selbst kann die Transaktionen durch speziellen Verfahren nicht zuordnen. Somit gibt das TumbleBit-Protokoll eine ganz neue Möglichkeit der Transaktionsanonymisierung.

Sind Bitcoin-Transaktionen nicht sowieso schon anonym?

Eine normale Bitcoin-Transaktion enthält zwar auch nicht direkt die Namen der betroffenen Personen, aber durch genaue Analyse der Blockchain lassen sich Regelmäßigkeiten erkennen, die wiederum auf einzelne Personen zurückgeführt werden können. Für den Otto-Normalverbraucher mag dies erstmal keinen großen Einfluss haben, da der Aufwand aktuell noch zu groß ist und der Nutzen zu klein. Sollte sich der Bitcoin jedoch weiter durchsetzen, könnten sich große Konzerne diese öffentlichen Informationen zunutze machen und beispielsweise das Kaufverhalten von Kunden analysieren.

Gibt es nicht bereits andere Tumbler-Verfahren?

Die gibt es tatsächlich. Doch die bereits bestehenden Verfahren besitzen alle eine Schwachstelle und TumbleBit ist das bisher einzige Verfahren, das alle Kriterien abdeckt. In den bereits bestehenden Verfahren gibt es entweder Schwachstellen in der Sicherheit oder sie sind nicht direkt mit Bitcoin kompatibel. Im TumbleBit-Paper ist hierzu eine Tabelle mit den bereits bestehenden Verfahren aufgestellt.

Vergleich von TumbleBit mit weiteren Verfahren

Vergleich von TumbleBit mit weiteren Verfahren – Quelle: Paper

Allerdings muss dazu gesagt werden, dass das neue Verfahren aktuell nur eine reine Theorie ist und nur einmal von den Entwicklern selbst mithilfe von C++ und Pyhton-Programmen getestet wurde. Bis jeder das Verfahren nutzen kann, wird es wohl noch eine Weile dauern.

Ihr wollt erfahren, wie das TumbleBit-Verfahren genau funktioniert?
Im nächsten Artikel werde ich euch das Verfahren bis ins Detail erklären. Stay tuned!